Pressemitteilungen

von "Die Deutschen Heilpraktikerverbände (DDH)"

18. Juni 2007: Deutscher Heilpraktikerkongress:
4. Juni 2007: Natürliches Heilen beruht auf langer Tradition
1. Juni 2007: "Heilpraktiker - Kompetenz für traditionelle und neue Heilweisen“

 
18. Juni 2007: Deutscher Heilpraktikerkongress:

  • Die Naturheilkunde ist ein prosperierendes Marktsegment im deutschen Gesundheitswesen
  • Nach Umfragen wird die Naturheilkunde immer beliebter und geschätzter

Derzeit praktizieren aktiv rund 14.000 der etwa 20.000 in Deutschland lebenden Heilpraktiker. „Die Summe der Abrechnungen für Heilpraktikerbehandlungen belaufen sich pro Jahr auf rund eine Milliarde Euro. Das ist sogar eine nur vorsichtige Schätzung, die durchaus auch etwas höher ausfallen kann. Dazu kommen noch die Verschreibungen für naturheilkundliche Medikamente, die etwa 800 Mio. Euro im Jahresschnitt erreichen“, mit diesen beeindruckenden Zahlen eröffnete Monika Gerhardus als Organisatorin und Gastgeberin den diesjährigen Deutschen Heilpraktikerkongress in Karlsruhe. Unter dem Motto „Der Heilpraktiker - Kompetenz für traditionelle und neue Heilweisen“ trafen sich am vergangenen Wochenende zum siebzehnten Mal knapp 4.000 Heilpraktiker und Naturheilkundler aus ganz Deutschland in der badischen Metropole.

„Immer mehr Menschen greifen zu Naturheilmitteln“, lautete kurz und prägnant auch das Fazit des Eröffnungsvortrages von Dr. Edgar Piel, Meinungsforscher beim Institut für Demoskopie in Allensbach am Bodensee. Diese Entwicklung hat ihre Geschichte: 1970 waren es erst 52 Prozent der Bevölkerung. Wie die neuesten Daten der Allensbacher Langzeitstudie „Markt- und Werbeträger-Analyse“ belegen, benutzen heute im Krankheitsfall oder bei Befindlichkeitsstörungen mehr als 70 Prozent der Bürger Arzneimittel aus dem Naturheilmittelbereich. Erheblich dazu beigetragen hat der Trend zur Selbstmedikation.

Der typische Patient, der sich in die Behandlung eines Heilpraktikers begibt, entspricht ohne Abstriche dem Bild des deutschen Durchschnittsbürgers. Abweichend ist allenfalls das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Patienten; mit gut 60 Prozent überwiegt der Frauenanteil in der Patientenschaft.

Bei zwei Drittel der Bevölkerung, so das Umfrageergebnis der Allensbacher Demoskopen, hat sich mittlerweile auch die Auffassung durch­ge­setzt:, dass man nicht gleich we­gen je­der Klei­nig­keit zum Arzt zu gehen müsse. Nach Angaben von Dr. Piel sag­ten das vor 30 Jahren 44 Pro­zent, heu­te schon 66 Pro­zent der Befragten. Besonders die Furcht vor Ne­ben­wir­kun­gen che­mi­scher Arz­nei­mit­tel macht den positiven Trend hin zur Naturmedizin deut­lich. 38 Pro­zent der Be­völ­ke­rung ­schätzen die negativen Ne­ben­wir­kun­gen der modernen Pharmazie als „groß“ ein. Bei den Na­tur­heil­mit­teln wird das Risiko da­ge­gen nur von ei­nem Pro­zent der Befragten als “groß" ein­ge­stuft. 82 Prozent der Verwender von Naturheilmitteln halten die Gefahr von Nebenwirkungen sogar nur für “gering”.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte im November vergangenen Jahres 1.000 Bundesbürger über ihr Wissen und ihre Einstellungen zur Homöopathie befragt. Ergebnis: Für etwa 75 Prozent der Befragten war Homöopathie ein fester Begriff – zehn Prozentpunkte mehr als zehn Jahre zuvor. Jeder fünfte Befragte vertraut dabei dieser Therapieform voll und ganz.

Die aktuellen Ergebnisse belegen eindrucksvoll, dass die Naturmedizin für eine immer größere Zahl von Menschen mittlerweile unverzichtbar geworden ist: 81 Prozent der Bundesbürger würden die Naturmedizin im Falle einer Erkrankung einem rein chemisch definierten Medikament vorziehen, 92 Prozent versprechen sich sogar eine bessere Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen. Dabei steht die Tendenz, mehr und mehr auf Naturheilmittel zurückzugreifen, im direkten Zusammenhang mit einem kulturellen Wandel im Alltag, in dessen Verlauf die "kleinen privaten Netze der Kommunikation“ mehr und mehr an Bedeutung gewonnen haben. Rund jeder zweite Befragte vertraut beim Thema Naturmedizin den Heilpraktikern – in etwa auf gleicher Linie mit dem Arzt und Apotheker. In vergleichbarer Größenordnung liegt selbst der Rat aus der Familie, dem Freundes- oder Bekanntenkreis.

Naturmedizin ist der großen Mehrheit der Bevölkerung vertraut. Neben der breit genutzten Homöopathie haben jeweils fast 40 Prozent der Befragten häufig oder sogar sehr häufig auch auf phytotherapeutische Medikamente oder auf die Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen zurückgegriffen. Naturheilmittel dienen dabei vornehmlich zur Vor­beu­gung und Stärkung des Immunsystems und bei Befindlichkeitsstörungen. Für eine "gute und gesicherte Qualität" sind mehr als drei Viertel der Befragten bereit, zusätzliches Geld auszugeben. Bei naturmedizinischen Produkten asiatischer Herkunft sind deutsche Patienten allerdings misstrauisch und skeptisch, ob die importierte Naturheilmedizin aus dem fernen Osten auch deutschen Qualitätsanforderungen entspricht. An zwei Veranstaltungstagen offerierte der diesjährige Deutsche Heilpraktikerkongress ein umfangreiches Vortrags- und Seminarprogramm.
Insgesamt rund fünfzig Referenten waren dazu aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Die weitgefasste Themenpalette des Vortragsprogramms reichte von Allergien, über das Immunsystem bis hin zur Schmerzbehandlung. Auch die gesunde Ernährung als präventive Gesundheitsmaßnahme wurde während des Kongresses als gezielte Maßnahme der Naturheilkunde behandelt.

Die DDH als Zusammenschluss der sechs größten Heilpraktikerverbände - Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH), Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH), Freie Heilpraktiker (FH), Freier Verband Deutscher Heilpraktiker (FVDH), Union Deutscher Heilpraktiker (UDH) und Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH) - vertritt rund 90 Prozent aller deutschen Heilpraktiker und gilt damit als maßgeblicher Ansprechpartner in allen berufsständischen Fragen.
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4. Juni 2007: Natürliches Heilen beruht auf langer Tradition

17. Heilpraktikerkongress am 16./17. Juni in Karlsruhe

Zu allen Zeiten, in allen Kulturen gab es Menschen mit einer besonderen „Begabung“. Sie konnten erkrankten Mitmenschen erfolgreich Hilfe leisten, sie konnten Krankheiten erkennen, lindern oder sogar heilen. Auch heute noch gilt diese besondere Fähigkeit, die viel Gelerntes aber auch viel Erfahrung erfordert, als wünschenswerte Eigenschaft für den Beruf des Heilpraktikers. Darüber hinaus gehört selbstverständlich das umfängliche Wissen um die natürlichen Heilverläufe und die von der Natur gegebenen Selbstheilungskräfte dazu. In unserem Kulturkreis fußt die Naturheilkunde, auf die sich der moderne und gut ausgebildete Heilpraktiker bis heute beruft, auf den Säftelehren des griechischen Altertums, wonach alle Krankheitserscheinungen als Ausdruck einer schlechten Mischung der vier Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle) diagnostiziert wurden. Dafür stehen seit dem Mittelalter beispielhaft folgende bemerkenswerte Naturheilkundler:

- Äbtissin Hildegard von Bingen als namhafteste Vertreterin der Klostermedizin, deren Heil kunde aber auch von tiefer Mystik durchdrungen war;

- Paracelsus als Vertreter einer universellen und breitgefächerten heilkundlichen Tätigkeit über die Alchemie bis zur Spagyrik, der Wissenschaft vom Leben in der Materie, - Bauer Vincenz Prießnitz als Begründer der Wasserheilkunde und Erfinder des heute noch geschätzten Prießnitz-Wickels;

- Fuhrmann Johann Schroth als Vertreter des Heilfastens und der Diätetik mit seiner Sch roth-Kur;

- Pfarrer Sebastian Kneipp, der für die Erneuerung und Erweiterung der Wasserheilkunde sowie für eine gesunde Lebensweise steht, u.a. mit seinem Grundlagenwerk "So sollt Ihr leben" und nicht zuletzt

- Pastor Emanuel Felke, der wegen seiner Lehmbäder den Beinamen "Lehmpastor" erhielt.

Gerade Pastor Felke kann in besonderer Weise wegen seiner breitgefächerten naturheilkundlichen Tätigkeit als „Vater der Heilpraktiker“ bezeichnet werden. Seine Schwerpunkte lagen auf den für Heilpraktiker typischen Verfahren wie Augendiagnose, Pflanzenheilkunde und Homöopathie.

Im 19. Jahrhundert gehen akademisch-ärztliche Medizin und Naturheilkunde in ihren Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit getrennte Wege. Als Reaktion auf die neue wissenschaftliche Medizin formierte sich gegen Ende des Jahrhunderts die empirische Heilkunde mit dem Gebot neu, in ihren Heilweisen den Weg der Natur nachzuvollziehen, möglichst natürlich zu behandeln, auf jeden Fall aber nicht zu schaden. Zeitgleich formierten sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts die unterschiedlich orientierten Heilkundigen zu einem Berufsstand. Volksgesundheitsbewegungen sowie die Gründung von Ausbildungsstätten und Berufsverbänden waren bereits vor 130 Jahren ein eindeutiges Indiz für die Entstehung dieses neuen Berufes.

Die Homöopathie Samuel Hahnemanns, die in der wissenschaftlichen Medizin praktisch keinen Stellenwert hatte, wurde von Anfang an von diesen naturheilkundlich orientierten Heilkundigen anerkannt und in ihre heilkundliche Tätigkeit integriert, was ihr wesentlich zu der heutigen Verbreitung und Popularität verhalf.

Mit der Einführung des Heilpraktikergesetzes im Jahre 1939 wurde dem Kompetenzgerangel seitens der Schulmedizin gegen den Widerstand der Heilpraktiker ein abruptes Ende gesetzt. Das Heilpraktikergesetz führte den Erlaubniszwang ein, schuf aber die gesetzliche Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“. Die nationalsozialistische Regierung wollte jedoch mit der Einführung des Heilpraktikergesetzes den Berufsstand der Heilpraktiker auf lange Sicht beseitigen und ein Ärztemonopol einführen, deshalb wurde dem Berufsstand zusätzlich eine totale Nachwuchssperre auferlegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Heilpraktikergesetz für die Länder der drei westlichen Besatzungszonen zum Bundesrecht und die Nachwuchssperre wurde aufgehoben. Das Heilpraktikergesetz wurde damit die rechtliche Grundlage für die „Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne als Arzt bestallt zu sein“. Seit dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 und der Bildung der neuen Bundesrepublik Deutschland hat der Beruf des Heilpraktikers wieder in allen deutschen Bundesländern eine Zukunft. Sowohl die Berufsausbildung als auch der Berufsalltag haben sich seitdem stark verändert – immer mehr in Richtung eines selbständigen Heilberufes als Alternative zum niedergelassenen Arzt.

Unter dem Motto „Der Heilpraktiker - Kompetenz für traditionelle und neue Heilweisen“ findet am 16. und 17. Juni 2007 der diesjährige Deutsche Heilpraktikerkongress 2007 im Karlsruher Messe- und Kongresszentrum (KMK) statt. Zum siebzehnten Mal treffen sich Heilpraktiker und Naturheilkundler aus ganz Deutschland in der badischen Metropole. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung, die eine Gemeinschaftsveranstaltung der

sechs mitgliederstärksten Heilpraktikerverbände ist, steht ein umfangreiches und fachlich hervorragend besetztes Vortrags- und Sem inarprog ramm. Die weitgefasste Themenpalette des Vortragsprogramms reicht von Allergien, über das Immunsystem bis hin zur Schmerzbehandlung. Auch die gesunde Ernährung als präventive Gesundheitsmaßnahme wird während des Kongresses als gezielte Maßnahme der Naturheilkunde behandelt. Die Veranstalter, die Deutschen Heilpraktiker Verbände (DDH) erwarten ca 4.000 Besucher zu dem zweitägigen Fachkongress.

Die DDH vertritt rund 90 Prozent aller deutschen Heilpraktiker und gilt damit als maßgeblicher Ansprechpartner in allen berufsständischen Fragen.
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1. Juni 2007: "Heilpraktiker - Kompetenz für traditionelle und neue Heilweisen“

17. Heilpraktikerkongress am 16./17. Juni in Karlsruhe

Unter dem Motto „Der Heilpraktiker - Kompetenz für traditionelle und neue Heilweisen“ findet am 16. und 17. Juni 2007 der diesjährige Deutsche Heilpraktikerkongress 2007 im Karlsruher Messe- und Kongresszentrum (KMK) statt.

Zum siebzehnten Mal treffen sich Heilpraktiker und Naturheilkundler aus ganz Deutschland in der badischen Metropole. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung, die eine Gemeinschaftsveranstaltung der sechs mitgliederstärksten Heilpraktikerverbände ist, steht ein umfangreiches und fachlich hervorragend besetztes Vortrags- und Seminarprogramm. Insgesamt rund fünfzig Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet haben ihre Teilnahme zugesagt.

Die weitgefasste Themenpalette des Vortragsprogramms reicht von Allergien, über das Immunsystem bis hin zur Schmerzbehandlung. Auch die gesunde Ernährung als präventive Gesundheitsmaßnahme wird während des Kongresses als gezielte Maßnahme der Naturheilkunde behandelt.

Die Veranstalter, die Deutschen Heilpraktiker Verbände (DDH) als Zusammenschluss der sechs größten Heilpraktikerverbände Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH), Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH), Freie Heilpraktiker (FH), Freier Verband Deutscher Heilpraktiker (FVDH), Union Deutscher Heilpraktiker (UDH) und Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH), erwarten mehr als 4.000 Besucher zu dem zweitägigen Fachkongress.

Im Rahmen der Veranstaltung findet parallel im Foyer und auf den Geschossen der Stadthalle eine Industrieausstellung mit rund 300 Ausstellern biologisch-pharmazeutischer und medizinisch-technischer Unternehmen und Anbieter von naturheilkundlichen Produkten, Dienstleistungen und Geräten.

DDH vertritt rund 90 Prozent aller deutschen Heilpraktiker und gilt damit als maßgeblicher Ansprechpartner in allen berufsständischen Fragen.
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